China 2006, der Beginn einer seit fast 10 Jahren anhaltenden Reise Lust

 

 

Hier werde ich alles über meinen ersten Urlaub erzählen, der mich zum umdenken brachte bzw. der Anfang war, meiner mittlerweile zahlreichen Reisen. 

 

Emperor's Palace

Bejing, Emeror's Palace

 

 

Great Wall

Me on the "Great Wall" in China.

 

 

Shanghai

At the Bund, Shanghai.

China - Das andere Ende der Welt

 

Im Jahr 2006 begab ich mich auf meine erste Fernreise, allein ans andere Ende der Welt, in eine völlig fremde und unbekannte Kultur, die mir aber zugleich so spannend erschien. 

 

Diese Reise, war im Prinzip, mehr oder weniger der Anfang für mein heutiges Globetrotter da sein, was ich nun seit Jahren im Rahmen meiner zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten lebe. 

Es gibt doch nichts schöneres, wie die Welt zu erkunden sage ich heute! Aber soweit war ich zu dem Zeitpunkt noch lange nicht. 

Es begann eigentlicht damit, das meine Eltern schon so 3-4 Jahre früher sagten geh mal ins Ausland, aber ich wollte nicht, wegen meinen Freunden, Sport und weil ich mich daheim so wohlfühlte, dass mir nichts fehlte. Aber dennoch fing ich ein paar Jahre später an, etwas Geld zurückzulegen, weil ich mich schon irgendwie für Asien interessierte, vermutlich weil es mir so anders erschien, wie unser Leben hier in Europa.

Als ich dann das Geld zusammen hatte, buchte ich eine Reise nach China. Zwar organisiert, mit Guide und Gruppe, aber dennoch auch irgendwie allein, denn ich musste da ja erstmal hinkommen. 

Und das war so leicht, alles nicht. Noch nie geflogen, dann gleich nach Frankfurt, einem der größten Flughäfen der Welt (Platz 7), mit einem weiteren Stopover in Paris, auf dem schlimmsten Flughafen der Welt für mich und viele andere. Charles-de-Gaulle, kommt in vielen Votings und Foren immer auf den vorderen Plätzen, da er ebenfalls groß ist, aber leider auch unübersichtlich, extrem weite Wege hat und auch nicht den besten support aufweisen kann. Oft landet man auf der einen Seite des Airports und fliegt auf der Anderen weiter. Es gibt zwar ein Shuttle's, aber die finde da mal so schnell. So war es bei mir dann letzlich auch, ich war so froh andere Deutsche getroffen zu haben, die auch mit nach Peking fliegen wollten. Wir rannten dann mit 6 Leuten und vielen Nachfragen über diesen Airport zu unserem Gate, was kurz davor war zu schließen, wir hatten nur 45 min Zeit bei diesem Stopover, was war ich angespannt, richtig mit Bauchschmerzen, oh man das war was. Da wusste ich leider noch nicht, das die airline etwas warten muss auf uns, wenn wir bereits eingecheckt hatten. 

Nun gut, es hat dann doch geklappt und wir waren auf dem Weg nach Peking. Als wir die Mongolei überflogen kamen wir in heftige Turbulenzen, die für mich schwer zu ordnen waren, es war schließlich mein erster Flug, aber alle waren auf den Plätzen, von Passagieren bis hin zu den Stewardessen, wir wurden ordentlich durchgeschüttelt, aber auch das sollten wir schadlos überstehen und sicher in Peking landen.

Völlig erschöpft nach den Flugstrapatzen, wurden wir von der Reiseleitung in Empfang genommen und es ging gleich zum Kaiserplast (Verbotene Stadt). Wir durchquerten diesen in ca. 3 Stunden, bevor es dann Abends ins Hotel ging und ich tod ins Bett kippte.

Heute, viele Jahre später mit soviel mehr an Reiseerfahrung, muss ich lächeln, aber damals war das alles Wahnsinn. Heute ist man rotiniert, man kennt die Abläufe und weiß ungefähr wie das alles läuft, so dass man sich fallen lassen kann.

Aber ich merkte dann damals dort auch, am zweiten Tag nach dem Frühstück war dann schon vieles besser, gut gestärkt und ausgeschlafen wartete der Guide bereits auf uns, denn wir sind dann aufgebrochen zur Chinesichen Mauer" oder "Great Wall" einem der beeindruckensten Bauwerke die jemals errichtet wurden. In den Bergen, etwas außerhalb Pekings gelegen ragt sie hervor, diese unglaubliche Weite, diese Steilheit und irgendwie auch Freiheit, die man fühlt wenn man dort oben steht sind absolut außergewöhnlich. Ein wundervoller Tag, den ich gerne in meinem Kopf trage! Sie wurde errichtet während des Kampfes, gegen die Mongolen, um das Land und speziell die Region Peking zu schützen.

 

Sie ist : 21.196,18 km lang.

Lange Zeit gab es keine genaue Antwort. Es scheint, dass es eine leichte Frage ist, aber die eigentliche Antwort ist recht kompliziert. Nach den neusten Vermessungen der heutigen Chinesischen Mauer, die 4 Jahre in Anspruch genommen haben, 2000 Techniker und insgesamt 15 Provinzen, autonome Gebiete und regierungsunmittelbare Städte, die daran beteiligt waren, wurde letztendlich die bisher genauste Zahl genannt.Am 5 Juni 2012 hat der chinesische Vizekultusminister die genaue Zahl bekanntgegeben.

Wir schauten uns in Peking in den folgenden Tagen noch den Sommerpalast des Kaisers an, wo er dann zu gewissen Zeiten wohnte oder den Himmelstempel, es folgten die Ming-Gräber aus der Ming Dinastie, der Yonghe-Tempel und der Beihai-Park. So spannend diese Stadt auch ist, hat sie leider mit der Industrie und dem daraus resultierenden Smog zu kämpfen. China ist eine riesen Wirtschaftsmacht der Neuzeit, dem wird alles untergeordnet, ob Wohnumsiedlungen, Kündigungen, Naturschutz, was auch immer, es zählt nur der Erfolg. 

China hatte Jahre lang eine Ein-Kind Politik, weil dieses Land einfach soviel Menschen beherbergt, das es schwierig wurde dies zu beherschen, viele zogen aufs Land oder versteckten ihre weiteren Kinder dort bei der Verwandtschaft, besoders zu den Volkszählungen. Heute im Rahmen des Aufschwungs China's, wurde diese Ein-Kind Politik wieder etwas gelockert. 

Wir waren noch in einer Shaolin Show, was mir richtig gut gefiehl und in der Peking Oper, die war vielleicht Hölle, Abends noch gut Essen gewesen und dann zurück im Hotel. Leider ging es mir dann Stunde um Stunde schlechter, weil ich mir den Magen verdorben habe, ich habe nie wieder so gelitten wie da. Ich habe die ganze Nacht im Bad verbracht und die Begrüßung meiner Mitreisenden am nächsten Morgen "Wie siehst du denn aus?" "Du bist ja völlig grün im Gesicht" war dann doch irgendwie passend. Es stand ein Ausflug in die Altstadt an, sehr interessant jedoch hatte ich leider mit mir zu tun, Peking bei 35 °Grad und Magenschmerzen mit allen was dazu gehört, keine Toiletten unterwegs und wenn nur irgendwelche "Löcher" sprich Stehtoiletten etc. ohne Papier, vielleicht mit Gartenschlauch, puh hab ich gelitten. Wusste nicht ob ich stehen, liegen oder sitzen sollte und war halt Reiseunerfahren ohne Medikamente etc. das war eine der größten Herausforderungen bis heute. Die Intensität ließ nach, aber ein paar Tage dauerte es schon noch an, in der Zeit war "McDonalds" mein bester Freund :D 

Es dauerte ca. 7-8 Tage bis ich mich dann langsam wieder ans Asiatische Essen heran traute, aber dennoch, ich liebe es heute genauso wie damals, es war einfach Pech. So bin ich damit auch umgegangen, egal wo ich dann danach war, ich habe alles gegessen ob an der Straße oder im Restaurant, ganz egal. Aber heute hab ich natürlich als Krankenpfleger immer ne kleine Reiseapotheke dabei, grins.

Wir machten uns auf dem Weg nach X'ian, wo wir uns die Terrakotta Armee ansahen, auch echt spannend, die Figuren waren alle mal  farbig/bund, heute nach Kontakt mit der Luft sind sie nur noch Terrakotta (Einfarbig), aber trotzdem einmalig schön, da jede einzelne Figur ein "Individuum" ist, keine gleicht der Anderen. 

"Das Mausoleum Qín Shǐhuángdìs ist eine frühchinesische Grabanlage aus dem Jahre 210 v. Chr., welche für den ersten chinesischen Kaiser Qín Shǐhuángdì erbaut wurde. Es ist eine der größten Grabbauten weltweit und ebenso bekannt für seine Soldatenfiguren, die Terrakotta-Armee."

Aber ging Schlag auf Schlag weiter, wir waren bereits auf den Weg nach Shanghai, eine der heute größten Wirtschafts Metropolen weltweit. Mit über 20 Mio. Einwohner eine gradezu pulsierende Stadt, diese Skyscraper sind nur wow. Wir schlenderten am Bund entlang und ließen diese unglaubliche Stadt auf uns wirken, mit den vielen Menschen und Wolkenkratzern. Wir gingen durch die Najing Road, der längsten und populärsten Einkaufstraße Asiens, ein echter Hingucker Abends im Dunkeln mit all den Lichtern. 

Wir fuhren auf den Jin Mao Tower, 420m Höhe, 88 Etagen mit Blick in die Lobby und über Shanghai, einmalig, ich liebe es immer wieder die höhsten Gebäude der Erde zu besuchen, diese Aussicht gibt mir immer diesen Wow-Effekt. 

Wir waren ebenso im Stadtmuseum, dort sah man die Entwicklung Shanghai's vom kleinen Fischer Dorf im 19. Jahrhundert bis heute, zu einer Welt Wirtschafts Macht. 

Eine hoch spannende Stadt, die mich wirklich abgeholt hat, die würde ich tatsächlich nun Jahre später nochmal gerne sehen wollen. 

Wir hatten insgesamt 6 Flüge auf dieser Reise. Der Nächste sollte uns nach Guilin bringen, dort machten wir eine kleine Bootsfahrt auf dem Guilin River, der eingeschlossen ist von einer malerischen Landschaft, die Berge oft im Nebel verschwunden, wirken schon fast etwas mystisch.

Weiter ging es in die Stadt Guangzhou, mittlerweile schon im sehr südlichen China angekommen. Dort ging es direkt wieder auf das Wasser, wir erkundeten den Perlfluss via Boot. Schauten uns dann im Anschluss die Pagode "Tempel der sechs Banyanbäume" an und schlenderten nochmal am Perlfluss Ufer entlang. Das Provincial Museum und die Herz-Jesu Kathedrale waren weitere Ausflugziele.

Von Guhangzou ging es dann mit dem Schnellboot nach Hong Kong, meiner letzten Station der 3 wöchigen China Reise, nochmal eine 6 Mio. Menschen Metroprole. Eine Werbetafel jagt die Andere, alles funkelt und glitzert, ähnlich wie zuvor schon in Shanghai. Was man unbedingt machen sollte dort, eine Stadtrundfahrt zur Orientierung und einen Abstecher zum Peak, von dort oben hat man eine tolle Aussicht über Hong Kong, sofern es das Wetter zu lässt. Was gibts außer zahlreiche  Geschäften noch in Hong Kong? Sie haben z.B. die längste Rolltreppe der Welt, man benötigt ca. 40 Minuten um diese komplett abzufahren oder die längste Hängebrücke der Welt, es wird schnell klar, überall wo die Chinesen ihre Finger drin haben, wird versucht immer einen oben drauf zu setzen, immer höher, schneller, weiter ist das Motto. 

Ich habe dort dennoch tolle Menschen getroffen, war mit zwei Zwillingsschwestern + ihren Bruder in Hong Kong auf Kneipen Tour, sehr witzig, habe dann nächsten Tag fast noch meinen Rückflug verpasst, weil wird gut gefeiert haben. Die wohnten auf der anderen Seite von Hong Kong, auf 10m² mit ihren Eltern, als ich dort nächsten Tag wach wurde und auf die Uhr sah, dachte ich nur "ach du scheiße", ich los, quer durch Hong Kong, zurück ins Hotel, da standen die Anderen schon mit gepackten Koffern in der Lobby. Ich lief ins Zimmer, alles fix reingeworfen und zack, checkout, Transfer zum Airport und Heimflug. Dennoch, geiler Abend und ein toller Abschluss einer wahnsinnigen ersten Reise. 

Das musste ich erstmal alles verarbeiten, diese vielen, extremen Eindrücke und ich konnte hier nur einen Bruchteil wiedergeben. Der Start war gemacht "to be a globetrotter", jedoch war es mir dort lange noch nicht klar, es folgte Ibiza und dann Thailand und Kambodscha und erst dann entwickelte ich so ein Gefühl "Das ist geil, was ich hier mache und erlebe".

 

Es soll nun erstmal genug sein, passt auf euch auf und bis bald. 

 

Fred

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